nachdem die anja auf dem weg in die heimat war, hab ich mich nach einer beschaeftigung bis diesen freitag umgesehen - beschaeftigung? ja, ganz richtig, ich hab morgen naemlich einen termin! mit dem schiff!! genauer - mit der evangelista. die bringt mich, so es denn wirklich klappt, nach puerto natales. die reise soll vier tage dauern und nach allem was ich gehoert und gelesen habe ein echtes highlight sein. ich bin schon total gespannt, da ich ja bei jeder kleinen autofaehre aus dem hauschen bin, als wuerde sich das zelt von alleine einpacken. von dort aus geht es weiter in den nationalpark torres del paine, einem muss fuer jeden, der sich wandermaessig in dieser region aufhaelt.
die letzten vier tage hab ich dann schoen im regenwald verbracht. ganz riesig - vor allem die baeume, einige sollten sogar mehr als 2500 jahre alt sein. einfach irre. unvorstellbar. stehen da einfach so, dick, rund und gigantisch gross.
es war so richtig toll urwald-maesig - wo ist da eigentlich der unterschied? urwald - regenwald?
verschlungene pfade, bruecken aus dicken staemmen, fremde vogelstimmen, bambus bis zum himmel, flechten und moose. immer wieder ist der weg so nass, dass ich dank gut 30 kg gepaeck im schlammasel einsinke. da zeigt sich wieder - einfach viel zeug mitnehmen, irgendwann braucht manns schon: die gamasche! ein wirklich toller begleiter. egal wie nass die straeucher, wie tief die pfuetze, wie matschig der weg - alles bleibt sauber und wunderbar trocken. nur die gamasche nicht, die ist aber genau dafuer gemacht.
zwischen den wegen die mich bergauf und bergab fuehren, liegen einsame seen und wilde baeche, zwei naechte bleibe ich im wald und geniesse es sehr. am dritten tag laufe ich wieder zureuck und zelte zum ersten mal auf einem chilenischen campingplatz mit eingenem sitzplatz und parzellisierter feuerstelle. es regnet (wie sich das fuer einen richtigen regenwald gehoert) recht hauefig, trotzdem kriege ich ein feuerchen zustande, was auch brav bis abends um zehn brennt. heute rieche ich ein wenig ekelig (feucht und verqualmt - ich hoffe maggy kriegt das mit der jacke wieder hin) bin aber gut gelaunt. der regen macht eigentlich nicht so viel aus. im rucksack werden die klamotten nicht nass und das zelt ist wirklich bei sachgemaesser nutzung (tuere zu, wenns regnet) verlaesslich dicht. der rest trocknet bei der naechsten regenfreien periode dank des windes rasch. also gehts mir hier in woche drei ganz prima und ich freu mich auf die noch kommenden fuenfeinhalb.
Donnerstag, 18. Februar 2010
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